Erste Freizeitpädagoginnen und -pädagogen starten Ausbildung
Die neue Berufsgruppe wurde von der Regierung geschaffen, um trotz Lehrermangels den Personalbedarf beim Ausbau der schulischen Tagesbetreuung decken zu können.
Mitte Jänner haben an der Pädagogischen Hochschule (PH) Niederösterreich in Baden die ersten Kandidaten die Ausbildung zur „Akademischen Freizeitpädagogin“ bzw. zum „Akademischen Freizeitpädagogen“ begonnen. Von 86 Bewerberinnen und Bewerbern wurden 72 aufgenommen. Mit dem Sommersemester will mit der PH Wien noch eine zweite Pädagogische Hochschule den Hochschullehrgang anbieten.
Der Kurs umfasst 60 ECTS, was dem Arbeitspensum von zwei Semestern entspricht. Allerdings verfügen laut PH Niederösterreich „sehr viele“ Teilnehmer/innen bereits über Ausbildungen, die ihnen angerechnet werden und die die Lehrgangsdauer dementsprechend verkürzen: So sind darunter diplomierte Legasthenie-Trainer/innen, Erziehungs- und Bildungswissenschafter/innen, Caritas-Mitarbeiter/innen, Lern- und Freizeit-Coaches, Hortpädagoginnen und -pädagogen, Jugendbetreuer/innen sowie Leiter/innen von Theater- oder Sportgruppen.
Die Schwerpunkte des Hochschullehrgangs sind darauf ausgerichtet, Studierende zu befähigen, eine weite Bandbreite von hochentwickelten Fähigkeiten und Kompetenzen bei der nachmittägigen Betreuung von Schulkindern im Alter von 6 bis 15 Jahren aufzuzeigen.
Prinzipiell soll jede Person ab 18 Jahren zur Freizeitpädagogin/zum Freizeitpädagogen ausgebildet werden können, wobei „Interesse und Eignung“ von der Hochschule im Rahmen von Informations- und Orientierungsworkshops sowie bei Hospitationen an mindestens zwei Schularten getestet werden. Die Matura ist keine Voraussetzung, allerdings muss eine erfolgreich absolvierte berufliche oder außerberufliche Vorbildung vorhanden sein. Als „öffentlich-rechtliches Qualifizierungsangebot“ ist der Lehrgang kostenlos.
Mehr Information unter:
http://www.phwien.ac.at/fortbildung/
