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Rolemodels für Schüler/innen der Ganztagsschulen des bfi Wien

Die Schulen des bfi Wien Margaretenstraße reagieren auf die schwierigen Rahmenbedingungen vieler Schüler/innen mit einem Angebot an Ganztagsformen samt Co-Trainer/innen.

Bildungsferner Hintergrund, zu Hause kein Platz, um ungestört zu lernen, keine Vorbilder für eine weiterführende Schulkarriere, Migrationshintergrund, der einerseits oft zu mangelnden Sprachkompetenzen führt, andererseits aber auch zu großer interkultureller Kompetenz: Das sind die schwierigen Rahmenbedingungen vieler Schüler/innen beim Übertritt in die 9. Schulstufe einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule.

Die Schulen des bfi in Wien Margareten bietet daher – nach einem ersten Versuch im Vorjahr – wieder zwei erste HAS-Klassen und eine erste HAK-Klasse als Ganztagsformen an.

Nachmittags findet keine bloße Betreuung statt, sondern der Unterricht findet auf den Tag verteilt statt, unterbrochen und aufgelockert von einer Mittagspause, Projektstunden für kreatives Arbeiten und Exkursionen, und Lernstunden. Letztere sind keine herkömmlichen Förderkurse, hier arbeiten die Schüler/innen eigenständig und eigenverantwortlich, unterstützt von den Fachlehrer/innen dort, wo es nötig ist.

Die Standardstundentafeln werden um rund ein Drittel ergänzt, um das Ganztagesangebot zu schaffen und die Leistungsmöglichkeiten zu verbessern. Diese Aufstockung gruppiert sich zu drei Elementen:

  • Hausübungsbetreuung, Förderung und Training: 3 Std. HÜ + 2 Std. USD (+ 3 Förderkurs)
  • Sportangebot, Freizeit: 1 + 5 Std.
  • Kunst und Kultur: 1 Std.

Zusätzlich sind die Klassen geteilt, eine Studentin/ein Student mit Migrationshintergrund arbeitet als Co-Trainer/in mit; so können Fehlerstellungen von den Lehrenden leichter erkannt und eingeschätzt werden und die Schüler/innen haben ein Vorbild/Role Model. Dies ist umso wichtiger für die Schüler/innen, als in der medialen Öffentlichkeit für sie sonst selten sind. Durch die Zusammenarbeit mit den Studierenden mit Migrationshintergrund wird eine erfolgreiche Schulkarriere realistisch, das Selbstbewusstsein gestärkt, die Lernerfolge verbessert, die Ausfallsquote reduziert und der Erhalt des Klassenverbandes erreicht.

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