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Beiträge aus Forschung und Praxis

 
 

„Zum Ersten, zum Zweiten …“

Auktionen – Aufruf zur mündlichen Käuferkonkurrenz Ein Beitrag von Mag. Gottfried Kögler

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1. Zum Thema

„Versteigerungen haben alles, was der Mensch braucht. Es geht um Geld, sie sind spannend und jeder darf mitmachen. Kapitalisten, Sensationalisten und Sozialisten kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Ganz zu schweigen von den Sparfüchsen, den Studenten und Arbeitslosen, die durch Bieten und das Beobachten von Geboten ihre Zeit mit Sinn füllen können. Und noch ein verführerisches Requisit bringen Auktionen mit: Sie haben ein erhöhtes Suchtpotential. Darauf fahren Menschen ab. Nicht von ungefähr ist Ebay so unglaublich erfolgreich. Schließlich geht es hier ums Steigern. Ums Übertreffen. Hier ist man schnell mal der Beste. Diese unvergleichliche Verquickung materieller, ideeller und instinktiver Gelüste bringt uns ganz nah an die Menschen ran: Sag mir, was du (v)ersteigerst, und ich sage dir, wer du bist.“

(Quelle: www.news.de, Artikel von Isabelle Wiedemeier zum Thema „Auktionswahn. Wir steigern um unser Leben“)

Auktionen, jenseits des Internets, kennen viele Schüler/innen nur aus den Medien. In berühmten Auktionshäusern (z. B. Christie´s, Sotheby´s) werden fallweise Objekte zu unvorstellbaren Summen von meist anonymen Bietern erworben. Vergessen wird aber dabei häufig, dass in den zahlreichen Auktionsunternehmen, die es weltweit gibt, unzählige Versteigerungen tagtäglich ablaufen. So finden im Dorotheum, dem ältesten Auktionshaus der Welt, laufend Versteigerungen in über 40 Sparten statt.

In diesem didaktischen Beitrag wird einerseits versucht, die „faszinierende Welt“ des Dorotheums – möglichst konkret und schüleraktivierend – vorzustellen. Der zweite Teil ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen der weltweit größten Blumenversteigerung in Aalsmeer.


2. Didaktische Tipps und Hinweise

Zentrales Ziel der nachfolgenden Arbeitsaufträge ist es, den Schülerinnen und Schülern vertiefenden und auch kritischen Einblick in das Themenfeld „Auktionen“ zu ermöglichen. Die hier erstellten Materialien erheben selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen – ergänzend zum Lehrbuch – dabei helfen – dieses Thema in aktueller, praxisbezogener Form zu vermitteln.

Die Unterrichtskonzeption gliedert sich in folgende Teile:

  • Teil I: Einstiegsvarianten in das Themenfeld
  • Teil II: Aufwärtslizitation – Dorotheum
  • Teil III: Abwärtslizitation – Blumenversteigerung
     

Wichtig: Die nachfolgend vorgestellten didaktischen Aufgabenstellungen können auch weitgehend unabhängig voneinander eingesetzt werden. Einige der Aufgabenstellungen eignen sich besonders für den Einsatz in Notebook-Klassen.


Teil I: Einstiegsvarianten in das Themenfeld

  • Aufgabe 1: Aktuelle Schlagzeilen zum Themenfeld „Auktionen“
    Diese Aufgabe soll den Schülerinnen/Schülern anhand gezielt ausgewählter Schlagzeilen die hohe Aktualität des Themas veranschaulichen.
  • Aufgabe 2: Aktueller Artikel zum Themenfeld „Auktionen“
    Mithilfe dieser Einstiegsvariante wird aufgezeigt, welche Gruppen von Internetnutzern bevorzugt im Internet einkaufen bzw. welche Produktgruppen am häufigsten ersteigert werden.
  • Aufgabe 3: Rekordergebnisse bei Auktionen
    Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Spitzenpreise bei Auktionen erzielt. Anhand von drei gezielt ausgesuchten Beispielen soll dies veranschaulicht werden, wobei die ersten beiden Beispiele („John-Lennon-Manuskript zu Höchstpreis versteigert“ und „Fast 190.000 Euro für Papst-Golf“) speziell auf die Zielgruppe Schüler/innen abgestimmt sind. Das dritte Beispiel („Teure Adele“) zeigt, dass die Kunstpreise für Spitzenobjekte in den letzten Jahren in schwindelerregende Höhen gestiegen sind. Im Anhang dieses Beispiels wird auch am Rande der Fragenkomplex „Restitutions- und Entschädigungs-praxis“ (Rückgabe von Kunstwerken und Vermögenswerten, die in der NS-Zeit entzogen wurden) angesprochen.


Teil II: Aufwärtslizitation - Dorotheum

Aufgabe 4: Das Dorotheum – ein Unternehmen stellt sich vor.

Variante A:

Im Rahmen dieser Variante sollen die Schüler/innen anhand einer Fragenliste - im Rahmen eigener Internetrecherchen auf der Hompage des Dorotheums (www.dorotheum.com) – Antworten zu folgenden Fragenbereichen finden:

  • Geschichte des Auktionshauses
  • Eckdaten des Dorotheums
    (z. B. Geschäftsbereiche, Standorte, Sparten) 
  • Kaufen im Dorotheum
    → Wie findet man das Angebot?
    → Wie steigert man mit? (persönliches, schriftliches, telefonisches Gebot, Mitbieten über einen Sensal)
    → Wie bildet sich der Preis? (Schätzwert, Rufpreis)
    → Wie hoch ist die Käufergebühr? (Berechnung)
  • Verkaufen im Dorotheum
    → Welche Rolle spielen die Experten des Dorotheums beim Verkauf?
    → Wie hoch ist Verkäufergebühr?
  • Spitzenergebnisse und Weltrekorde bei Versteigerungen im Dorotheum

Diese Variante A eignet sich besonders für den Einsatz in Notebook-Klassen, könnte aber auch als Hausübung gelöst werden.

Die Besprechung der Antworten der Fragenliste sollte sinnvollerweise anhand der ppt-Präsentation „Dorotheum: 600 Auktionen, 100 Experten, 40 Sparten über 300 Jahr Erfahrung“ erfolgen.

Variante B:

Im Rahmen dieser zeitsparenden Variante stellt der/die Lehrer/in mithilfe der ppt-Präsentation die – oben angesprochenen – Inhalte vor.

Wichtig: Zum Pkt. „Weltrekorde bei Versteigerungen im Dorotheum“ könnte als sehr interessante Ergänzung der nachfolgende youtube-Beitrag gezeigt werden: www.youtube.com → Frans Francken II - Der Mensch, der sich zwischen Tugenden und Lastern entscheiden muss (der Beitrag zeigt die Versteigerung dieses Bildes und vermittelt sehr eindrucksvoll die Spannung, die im Auktionssaal in Wien herrschte).
 

Aufgabe 5: Kleines Auktionslexikon

Der Einstieg in das „Erlebnis Auktion“ setzt die Kenntnis der wichtigsten Begriffe und Sprachgebräuche des Auktionsgeschehens voraus. In dieser Aufgabenstellung kann der/die Schüler/in ihr Wissen testen, das sie sich im Rahmen der Aufgabe 4 angeeignet hat.
 

Aufgabe 6: Versteigerung – ein Fallbeispiel

Mithilfe dieses Originalbeispiels sollen folgende Punkte vertiefend angesprochen bzw. vermittelt werden:

  • Abbildung des Objekts im Auktionskatalog (Auszug)
  • Erklärung der Symbole im Auktionskatalog
  • Zahlungsbestätigung (welche Teile umfasst sie?)
  • Steigerungsstufen (Auszug)
  • Berechnung der Verkäufergebühr
  • Berechnung des Meistbots


Teil III: Abwärtslizitation - Blumenversteigerung

Aufgabe 7: Abwärtslizitation am Beispiel der Blumenauktionen in Aalsmeer

In Aalsmeer laufen die Uhren rückwärts. In diesem Textauszug wird sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben, wie die Versteigerung an der größten „Blumen- und Pflanzenbörse“ der Welt funktioniert.
Wichtig: Es gibt zahlreiche youtube-Beiträge zum Themenkomplex „Blumenver-steigerung in Aalsmeer“, die ergänzend im Unterricht eingesetzt werden könnten. Empfehlenswert ist z. B. der Beitrag „Behne-Blumen Klötze in Aalsmeer“.


3. Weitere Informationen

Weitere Informationen zu diesem Thema können im Internet unter folgenden Adressen abgerufen werden:

www.dorotheum.com

www.youtube.com (zahlreiche Beiträge zu Versteigerungen)


4. Material/Downloads

Zu diesem Thema stehen Ihnen folgende Materialien zum Download zur Verfügung:

* Die Lösung finden Sie in einem geschützten Bereich für Lehrerinnen und Lehrer. Die Zugangsdaten dazu können Sie unter Angabe von Name, Schulkennzahl und Adresse der Schule anfordern unter info@wissenistmanz.at.


5. Schulbuchbezug

 

Betriebswirtschaft HAK IV mit SbX-CD
Kapitel 2: Besondere Organisationsformen des Marktes (Öffentliche Konkurrenzaufrufe → Auktionen)
SB-Nr.: 150657
MANZ Verlag Schulbuch, 2011


 

 

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