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Schulbuchaktion

Die österreichische Schulbuchaktion: eine Erfolgsgeschichte mit mehr als 30-jähriger Tradition.

Wien zählt zwar zu den ältesten Druckorten im deutschen Sprachraum, aber es wird allgemein die Meinung vertreten, dass man eigentlich erst seit der Zeit Maria Theresias von einem österreichischen Verlag sprechen kann. Unter ihrer Herrschaft wurde die „Ordnung für die Buchhändler in den kaiserlich-königlichen Erblanden vom 28. März 1772“ publiziert. Dieser Ordnung ging eine Reihe von kleinen Schritten hinsichtlich der Verleihung von Buchhändlerkonzessionen voraus.

1772 war gleichzeitig der Zeitpunkt der Gründung des ersten österreichischen Schulbuchverlages durch Kaiserin Maria Theresia. 200 Jahre später, 1972, wurde die Einführung der Schulbuchaktion im Parlament mit den Stimmen aller politischen Parteien beschlossen.

Damit konnte ein bildungspolitischer Meilenstein gesetzt werden: Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren ist sichergestellt, dass Österreichs Schülerinnen und Schüler jährlich mit Büchern auf dem neuesten inhaltlichen und pädagogisch-didaktischen Stand arbeiten können.

Die Schulbuchaktion hat jedoch auch einen wesentlichen sozialpolitischen Aspekt: Sie unterstützt die Familien in Österreich. Mehr als 30 Millionen Schüler haben in den vergangenen 30 Jahren – abgesehen vom Selbstbehalt – kostenlose Schulbücher erhalten. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, die Ausbildung der Kinder nicht zur Frage der finanziellen Möglichkeiten der Eltern werden zu lassen.

Während das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die inhaltliche Linie festlegt und das Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz für die Finanzierung sorgt, stehen die Schulbuchverlage für die Umsetzung der Aktion. Flexibel, zeitgemäß und kostengünstig: so lautet die Zielformel. Das gilt für die Produktentwickler, die Schulbuchverlage, im gleichen Maße wie für die Vertriebspartner, die Schulbuchhändler. Eine ganze Branche – etwa 4.500 Menschen – widmet sich dieser Herausforderung.

Hand in Hand mit den Bestrebungen der EU spielt mittlerweile die „Informationstechnologie“ bei der Vermittlung von Wissen eine immer bedeutendere Rolle. Als absoluter Vorreiter in Europa ist Österreich dabei, digitale Wissensvermittlung via Internet in die Schulbuchaktion zu integrieren. Unter dem Titel „SbX - SchulbuchExtra“ stehen Österreichs Schulen seit dem Schuljahr 2002/03 Online-Ergänzungen zu Schulbüchern über ein zentrales Portal des BMUKK (ehemals bm:bwk) zur Verfügung.

Hinter SbX steht die Idee, jene Inhalte, für deren Vermittlung das Internet besser geeignet ist als das Papier, in dieses aktuelle Medium zu transferieren. Online-Ergänzungen zum traditionellen Schulbuch können auf diese Weise ohne übermäßigen administrativen Aufwand im Rahmen der Schulbuchaktion bestellt und bezogen werden.

Damit sind auf Basis der Tradition die Weichen für die Zukunft schon heute gestellt. Gestellt zu einem Zeitpunkt, zu dem andere Industrieländer erst beginnen darüber nachzudenken, wie sie diesen Herausforderungen begegnen sollen. Ein Vorsprung, der Österreichs Jugend zugute kommt.

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Mit dem Jugendportal plus (www.deinplus.at) geht MANZ Verlag Schulbuch einen Schritt über die Wissensvermittlung im schulischen Kontext hinaus. Hier kommen Jugendliche selbst zu Wort.