Organisationsveränderungen in der Finanzverwaltung (1.6.2004)
1. Allgemeines
In einem ersten Schritt der Reform der Finanzverwaltung wurden bereits der Unabhängige Finanzsenat ausgegliedert (siehe RW-News vom 2.5.2003) und die bestehenden 80 Finanzämter zu 43 Finanzämtern zusammengefasst. Die 80 Standorte bleiben erhalten.
Die Zusammenfassung zu wesentlich größeren Organisationseinheiten ist ein Teil von Reformmaßnahmen, die allmählich alle Bereiche der Finanzverwaltung umfassen und ab dem Jahr 2006 ihre Ergebniswirksamkeit erreichen sollen. Die Ziele dieser Reform sind u.a. Bürgernähe und Serviceorientierung, Bekämpfung des Steuer- und Zollbetrugs, geringere Kosten und eine neue Unternehmenskultur.
2. Reduzierung (Zusammenlegung) und Aufwertung der Finanzämter
Seit Beginn dieses Jahres sind 80 Finanzämter zu 43 Finanzämtern zusammengefasst. Die Standorte bleiben erhalten, sodass der Bürgernähe auch weiterhin Rechnung getragen werden kann.
Unter der Internetadresse
http://www.bmf.gv.at/Steuer/ReformderFinanzverwaltung/_start.htm
können die neuen Finanzämter mit ihren Standorten abgerufen werden.
Die größeren Organisationseinheiten können wirtschaftlicher geführt werden und übernehmen weitreichende Kompetenzen von den bisherigen sieben Finanzlandesdirektionen.
Das Ziel der Organisationsreform ist die Schaffung einer serviceorientierten, kostengünstigen, effizienten und flexiblen Organisation, die die Aufgabe der Aufkommenssicherung gut erfüllt und den sich ändernden Anforderungen der Zukunft gewachsen ist. Die Reform soll für die Bürger/innen und Unternehmer/innen u.a. folgende Vorteile bringen: Kundengerechte Öffnungszeiten, Servicestandards im Kundenkontakt, einheitliche Prüfungsdichte und verstärkte Betrugsbekämpfung.
In mehreren Finanzämtern wurden neue Organisationsmodelle ein Jahr lang pilotiert, weiterentwickelt und evaluiert. Im Jahr 2003 begann die Umsetzung in 11 Finanzämtern und 25 Standorten mit den entsprechenden Umstrukturierungen, der Auswahl der Führungskräfte, der Neuzuordnung der Mitarbeiter/innen, den umfangreichen Schulungen und der Planung der Detailorganisation.
In den 11 Finanzämtern wird bereits seit dem 1. Februar 2004 in den neuen Strukturen und mit neuen Abläufen gearbeitet. Diese Finanzämter und ihre Standorte sind unter der folgenden Internetadresse aufgelistet:
http://dienststellen.bmf.gv.at/ListDst_Auswahl.asp
3. Regionalmanager ersetzen Finanzlandesdirektionen
Mit 1. Mai 2004 sind Änderungen des Abgabenverwaltungsorganisationsgesetzes in Kraft getreten. Damit wurden einerseits die 62 Zollämter zu 15 Organisationseinheiten zusammengefasst und andererseits die sieben Finanzlandesdirektionen in eine „Steuer- und Zollkoordination“ zusammengeführt. Diese übernimmt in fünf Regionen die Steuerung und Unterstützung der einzelnen Finanz- und Zollämter sowie der Großbetriebsprüfungen.
Ein wichtiger Teil der Steuer- und Zollkoordination ist das Regionalmanagement. Fünf Regionalmanager tragen jeweils die Verantwortung für die Steuerung der Leistungen und Ressourcen von zehn bis fünfzehn Finanzämtern, Zollämtern und Großbetriebsprüfungen:
- Region West (Tirol und Vorarlberg)
- Region Mitte (Oberösterreich und Salzburg)
- Region Ost (Niederösterreich und Burgenland
- Region Süd (Steiermark und Kärnten)
- Region Wien
4. Weitere Informationen
Detaillierte Informationen zu diesem Thema können im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden:
- Bundesministerium für Finanzen
http://www.bmf.gv.at/steuer/_start.htm
5. Download
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